Ich distanziere mich ausdrücklich…

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…vom Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche, der mittlerweile hundertfach bekannt wurde. Ich distanziere mich vom verschwenderischen Umgang mit Kirchengeldern, wie es in Limburg geschehen ist. Ich distanziere mich vom Zölibat und der Stellung der Frau in der Kirche. Ferner möchte ich mich hiermit ausdrücklich vom Umgang mit Schwulen und Lesben distanzieren. Ich lehne die Haltung der katholischen Kirche zum Gebrauch von Verhütungsmitteln ebenso ab, wie die Haltung zur Kirchenhistorie. Das Kirchen-Arbeitsrecht in Deutschland und die staatlichen Subventionen lehne ich ab.

Ihr fragt euch, warum ich mich hier so ausdrücklich von der Kirche distanziere, obwohl ich nicht einmal Mitglied der Kirche bin? Nun, ich wurde einmal getauft und gelte aufgrund meiner abendländischen Herkunft wohl als Christ. Da ist es doch meine Pflicht, mich von den Taten der Kirche ausdrücklich zu distanzieren, welche nicht in meinem Namen geschehen und welche ich ablehne. Oder etwa nicht? Von Muslimen wird doch auch erwartet, dass sie sich von der ISIS distanzieren…

Wie und weshalb sollen sich Menschen von etwas distanzieren, dem sie nicht nahe stehen? Es muss endlich Schluss sein mit dem ständigen Pauschalisieren von Gruppen. Sei es in Kategorien wie Ethnien, Relgionen oder Sexualität. Es gibt nur eine Kategorie, die zählt: Gut oder Böse.

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5 Gedanken zu „Ich distanziere mich ausdrücklich…

  1. Da sind Ihnen wohl die Syllogismen abhanden gekommen:
    „…Nun, ich wurde einmal getauft und gelte aufgrund meiner abendländischen Herkunft wohl als Christ.“ Sie sind (nicht ‚gelten‘) nur ein „Christ“, wenn Sie sich selbst so bekennen.
    „…Da ist es doch meine Pflicht, mich von den Taten der Kirche ausdrücklich zu distanzieren, welche nicht in meinem Namen geschehen und welche ich ablehne. Oder etwa nicht?“
    Nein, eben nicht – außer, Sie lehnen eine rationale Argumentation ab. EIne Kollektivschuld gibt es nicht.
    „…Es gibt nur eine Kategorie, die zählt: Gut oder Böse.“
    Mmmh, und wie definieren Sie die?
    Grüße

    1. Verzeihen Sie, aber ich glaube, Sie haben den Text nicht ganz verstanden.
      1. Natürlich bin ich kein Christ, da ich mich dazu nicht bekenne. Ich gelte (in Abgrenzung zu anderen Weltreligionen) allerdings als einer.
      2. Natürlich ist das nicht meine Pflicht! Das ist die Kernaussage des Textes!!!
      3. Gut und Böse lässt sich sicherlich schwer definieren. Es geht darum moralische oder ethische Maßstäbe anzuwenden und keine, die nach Äußerlichkeiten definiert sind.

  2. „…Natürlich ist das nicht meine Pflicht! Das ist die Kernaussage des Textes!!!“
    Es ist dann ein contradictio in adjecto: Als Christ hätten Sie einen Grund, aber als Nicht-Christ hat der Text keine Grundlage. Was also ist Ihr Motiv für den Text?

    1. So schwer ist das doch nicht zu verstehen! Der Autor will deutlich machen, wie absurd es ist, dass von Moslems aller Art, und sogar von Arabern, die gar keine Moslems sind, erwartet wird, dass sie sich von ISIS distanzieren. Dieses Motiv für den Text ist vollkommen unabhängig von der Religion des Autors.

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