Die Antworten: Energiewende in Verantwortung deutscher Unternehmen

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Vor bald vier Monaten schrieb ich einen Brief an 24 große Unternehmen in Deutschland, mit der Frage, bzw. Aufforderung nach mehr Investitionen in Solartechnik. Auf facebook veröffentlichte ich alle Antworten, die mich erreichten. Nun wird es Zeit für ein Résumé.

Insgesamt erhielt ich auf meine Anfrage 14 Antworten, davon neun in Briefform und fünf Mails. (Eine Übersicht findet sich am Ende dieses Beitrags.) Die Unternehmen haben sich unterschiedlich viel Mühe in der Beantwortung meines Anschreibens gemacht. Manche schickten über Ihre Pressestelle oder ihren Kundendienst lediglich ein paar Standardformulierungen, andere gaben sich mehr Mühe und erklärten bis ins Detail, worin ihre bisherigen Anstrengungen liegen und was für die Zukunft geplant ist, bzw. vor welche Schwierigkeiten sie sich gestellt sehen. Zusammenfassend kann aus den Antworten jedoch abgeleitet werden, dass die Unternehmen hierzulande einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz in der Reduktion ihres Verbrauchs sehen. Durch Installation von LED-Lichttechnik oder umweltfreundlichen Kühlmitteln wollen sie Ihren Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten.

Besonders hervorgetan haben sich die Dohle Handelsgruppe (HIT), die Firma Globus SB-Warenhaus Holding und der Handelshof.

Der für den Bereich Bau zuständige Fachbereichsleiter nahm sich eine halbe Stunde Zeit, mit mir in einem Telefongespräch die laufenden energetischen Maßnahmen seines Unternehmes zu besprechen. Er hörte sich Vorschläge meinerseits an und versicherte mir, dass bei Neubauten von Globus, sowie bei der Sanierung bereits bestehender Filialen in diese Richtung gearbeitet wird.

Mit einem Vorstandsmitglied der Firma Handelshof tauschte ich mehrere Mails aus. In dem so entstandenen Gespräch wurden mir Schwierigkeiten bei der Installation von Solaranlagen deutlich. Diese ergeben sich (was bei anderen Unternehmen ähnlich ist) daraus, dass die Gebäude selbst oftmals nicht im Besitz des Unternehmens sind, sonder lediglich angemietet. Auch die Statik der Dachkonstruktion ist oftmals ein Problem. Mein Gesprächspartner zeigte allerdings deutlich, dass wir im Kern der Thematik absolut in die gleiche Richtung arbeiten.

Die Antwort des geschäftsführenden Gesellschafters der Dohle Handelsgruppe fiel zwar sehr knapp aus, doch war er der einzige, der auf meinen Brief hin, ein Handeln des Unternehmens versprach. „Wir nehmen Ihren Brief zum Anlass, eine nachhaltige Energiegewinnung (z.B. durch eine Solaranlage auf unseren Dächern) intensiv zu prüfen“, war der Schlusssatz seiner Antwort. Hier werde ich Anfang kommenden Jahres einmal nachhaken.

Als persönliches Fazit nehme ich mit, dass die Unternehmen in Deutschland (zumindest diejenigen, die mir antworteten) für das Thema Energiewende und Umweltschutz sensibilisiert sind. Die Anstrengungen fallen zwar unterschiedlich aus, doch das Bewusstsein ist vorhanden. Hier müssen wir als Gesellschaft und vor allem als Kunde noch mehr Druck aufbauen und weiterhin – auch als Partner der Wirtschaft – für eine positive Entwicklung eintreten.

Diese Unternehmen haben geantwortet:

Hagebau, Hornbach, Edeka, Aldi Nord, Real, Globus, Hit, Lidl, Kaufland, Metro, Handelshof, Avia, Total, McDonald’s

Diese Unternehmen haben leider nicht geantwortet:

Obi, Bauhaus, Toom, Kaisers, Kaufhof, Aral, Shell, Esso, Media Markt & Saturn, Burger King
 

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